Drei Taxi-Unternehmen im Drei-Länder-Eck

Aachen / Aken / Aix-la-Chapelle

Klaus Konrad (54), 1. Vorsitzender der fast 88 Jahre alten Aachener Taxizentrale Taxi-Ruf 5 x 6, ist Taxi-Unternehmer „seit 28 Jahren und es macht noch immer Spaß.” 130 der 175 Aachener Taxen gehören zum Taxi-Ruf, 10 fahren ohne Funk und 35 gehören zu 3 anderen Zentralen. Mietwagen gibt es etwa 40. In der Zentrale arbeiten im Schichtbetrieb insgesamt 12 Mitarbeiter, für die Verwaltung sind 2 zuständig. Zwischen 40.000 und 60.000 Aufträge nimmt 5 x 6 im Monat entgegen. „Im Moment fahren wir einen normalen Funkbetrieb mit Heedfeld, aber wir orientieren uns jetzt auf eine Aktualisierung auf Datenfunk. Aachen zählt 250.000 Einwohner: „Wir haben kein Umland, die Hälfte Aachens liegt im Ausland”, so Konrad. 

Die Tarife: 2,40 Euro Grundgebühr, dann 1,40 Euro pro Kilometer (6 bis 22 Uhr), und 1,50 Euro nachts und an Sonn- und Feiertagen. Für Großraumtaxen gilt ein Zuschlag von 5 Euro.
 
Lüttich / Luik / Liège 
Abdel Belghazi (48) startete vor 15 Jahren als Taxiunternehmer. Jetzt führt er die älteste (seit 1934) und ehemals größte kooperative Taxizentrale Lüttichs, Unitax, mit 4 Angestellten. Vor Jahren fuhren noch 94 Taxen für Unitax, jetzt fahren gerade noch 33 der 200 Taxen in der Stadt mit 240.000 Einwohnern. Unitax sind 13 Unternehmen angeschlossen, daneben gibt es weitere 4 Zentralen. Im Jahr laufen 100.000 Anrufe über die Zentrale; 50.000 gehen direkt per Mobiltelefon an den jeweiligen Unternehmer.

Die Tarife: 2,25 Euro Grundgebühr, 1,40 Euro pro Kilometer innerhalb des Pflichtfahrgebietes von Lüttich, 2,80 Euro pro Kilometer außerhalb. Die Stunde Wartezeit kostet 25 Euro.

Maastricht
Michel Brull (40) ist der Prototyp eines niederländischen Taxi-Unternehmers: Seine Automotive Gruppe Süd in Maastricht (98.000 Einwohner) umfasst vier Taxibetriebe (TCT, Taxi Crals, Taxi Brull und City Tax Maastricht) mit etwa 120 Fahrern und 60 Fahrzeugen. Das „normale“ Taxigeschäft macht 20 Prozent des Umsatzes aus, Kontraktbeförderung etwa 80 Prozent. Die Hälfte der Flotte besteht deswegen aus Sprintern und Vito-Modellen. In der Zentrale läuft ein niederländisches Tamis-Datasystem, eine ­Privatentwicklung, die von Taxitronic in den Niederlanden vermarktet wird.

Die Tarife: 7,50 Euro Grundgebühr und 2,20 Euro pro Kilometer, keine Wartezeit (nationale Höchst-Tarife).

Wim Faber